kekendo verstehen

kekendo verstehen

Wie kann ein Produkt durch Austausch und Dialog zur Form finden? Und wie verlaufen kollektive Designprozesse, wenn keine gemeinsame Sprache existiert, derer alle gleichermaßen mächtig sind, um über Gestaltung zu sprechen? Wenn kein gemeinsames visuelles Zeichensystem geteilt wird, das uns Objekte durchweg in derselben Weise einordnen und nutzen ließe.

Es lohnt sich, einen Blick auf das gestaltende Kollektiv zu werfen, und so widmet sich das erste weserholz-Bulletin dem Thema Zusammenarbeit und gibt Impulse für kollektive Designprozesse.

„Zusammenarbeit bedeutet zusammenzukommen, Unterschiede zu überbücken, die Unterschiede als Mechanismus für Erfindung zu nutzen, als Hebel, um über seine eigenen Überzeugungen hinauszugehen. Zusammenarbeit bedeutet, etwas aufzugeben im Austausch gegen etwas, das man bekommt.“

So beschreibt der nigerianische Kurator Okwui Enwezor den vielseitigen Begriff in Making Afrika. A continent of contemporary design.

Das 15-köpfige weserholz-Team, das seine Wurzeln in sieben verschiedenen Ländern hat (Afghanistan, Algerien, Deutschland, Gambia, Senegal, Somalia und Syrien), verfügt über ein Netz an Fähigkeiten und Kenntnissen und nutzt bestehende Unterschiede als Hebel für kreative Ideen.

So ist auch die dreiteilige Möbelserie kekendo – das erste weserholz-Produkt – entstanden. Durch die Vielfalt und unterschiedlichen Denkweisen im Team wurden Gedanken in Möbel übersetzt, die bei der kreativen Gedankenproduktion helfen. Das gestaltende Kollektiv – dem zu großen Teilen aufgrund der schlechten Bleibeperspektive (Duldung/Aufenthaltsgestaltung) der Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erschwert wird – setzt so Maßstäbe für innovative Formen der Zusammenarbeit und lädt andere dazu ein, neue Wege zu gehen. 

Einen Einblick in den Entstehungsprozess gibt [ehemaliger] >>Trainee Kebba Mboge im Gespräch mit unserem [ehemaligen] Sprachmittler und Assistent Pape Samba Ndiaye und verrät, was sich hinter dem Namen kekendo verbirgt.

Wie es zu der Entwicklung der kekendo-Serie kam und was Prof. Dr. Sven Hermann dazu bewegte, dieses Abenteuer zu wagen, beschreibt er in seinem Essay: Kreativität entsteht im Miteinander.

Die Frage, woraus kreative Ideen geschöpft werden, stellen wir auch der >>Künstlerin Toulu Hassani und sprechen mit ihr über Inspiration und Zusammenarbeit.

Was es mit „göttlichen Zündkerzen“ auf sich hat und wie diese in Zusammenhang mit unserer Arbeit stehen, verrät das gleichnamige Essay unseres leitenden Designers Anselm Stählin.

Editorial zum 1. Bulletin, September 2018 von >>Paula Eickmann

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