Grenzen Los!

Grenzen Los!

Grenzen des guten Geschmacks; Landesgrenzen; Alles hat seine Grenzen; Kinder brauchen Grenzen; Grenzenlos frei; Niemand wird ausgegrenzt ­– Grenzen begegnen uns überall. Der Bordstein ist eine Gehwegbegrenzung, es gibt politische Grenzen, Grenzen werden überschritten, sie verwischen und sie behindern uns dann, wenn wir uns Grenzen setzen, wo keine hingehören. Als Gesellschaft aber auch als Individuum. Als Gesellschaft sind Grenzen oft Hürden, es gibt keine klare Demarkation, aber eine Überwindung ist auch nicht gewünscht. Dabei stoßen Mitmenschen an ihre persönlichen Grenzen. Sie sind frustriert über mangelnde gesellschaftliche Teilhabe und schotten sich als Konsequenz und leider oft auch konsequent ab. Wenn man in Deutschland keinen deutschen Pass trägt, werden einem solche Hürden, manchmal sogar Stolpersteine, in den Weg gelegt. Dabei ist man, um die Landesgrenzen zu überqueren, bereits an seine persönlichen Grenzen geraten. Wie können wir innergesellschaftliche Grenzen abbauen? Es wird oft wiederholt, vielerorts gelebt und doch systemisch vernachlässigt: Wir leben Vielfältigkeit, wertschätzen Andersartigkeit und verhindern Engstirnigkeit.

Grenzen in Zeiten von Corona sind eng gesteckt. Es gibt mit Abstandsregelung, Ausgangssperren und Maskenpflicht Grenzen der Bewegungsfreiheit. Die persönliche Freiheit hört dort auf, wo die Freiheit und das Recht auf Unversehrtheit eines Mitmenschen beeinträchtigt wird. Mitmenschen ist dabei das Schlüsselwort. Aus diesen Zeiten kann eine Solidarität erwachsen, die die Gesellschaft inklusiver macht. Wir ziehen alle am gleichen Strang, wenn es um die Pandemie geht. Wir wünschen uns, dass auch die Menschen mitziehen dürfen, die keine sichere Bleibeperspektive in Deutschland haben. Die sich von Duldung zu Duldung hangeln, oft einem Generalverdacht zum Opfer fallen und doch nur einen fairen Zugang zur Gesellschaft suchen. Für die in Zeiten von Corona Unsicherheiten, Grenzen und Hürden selbst bedrohlicher wirken können als ein Virus. Wenn wir nun Grenzen abbauen, können wir nicht nur Bewegungsfreiheit gewinnen sondern auch Bleibefreiheit gewähren.

Beitrag von >>Karin Felzmann.

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