Wir lockern uns down

Wir lockern uns down

Es ist also soweit: auch weserholz stellt wieder um und trifft sich in virtuellen Räumen, am Telefon und per WhatsApp. Ab heute! Und obwohl wir diesmal viel Vorlauf hatten, mit unseren Trainees schon Strategien für den Fall eines Lockdowns besprochen haben und auf Erfahrungen aus dem ersten zurückgreifen können, stellen sich wieder ähnliche Fragen:

Wie vereinbare ich meine Tätigkeit daheim mit der Beschulung meines Sohnes Zuhause? Wie verlässlich sind die Endgeräte und Internetverbindungen unserer Trainees? Wer kann und möchte wie viel zuhause allein arbeiten? Und WIE überhaupt arbeitet jeder einzelne Trainee unserer Gruppe gut allein?

Positiv ist, dass ich ausreichend Zeit hatte die Gruppe kennenzulernen und somit auf einige dieser Fragen eine Antwort habe. Das ist genauso Teil meiner Arbeit und meiner Aufgaben: Lerntypen und Bedürfnisse ermitteln. Deshalb legen wir klassisch los: ich habe bereits am Montag für jede*n Trainee ein Bündel Kopien gemacht und einige einleitende Worte dazu gesagt. Jede*r hat Grammatik-, Lese- und Schreibübungen (je nach Niveau) und dazu Kreativaufgaben bekommen. Zum Beispiel ein Kochrezept notieren und dazu Fotos/Videos machen oder die eigene Wohnung beschreiben (ebenfalls relevant für die Zertifikatsprüfung Deutsch).

Sie dürfen frei an den Aufgaben arbeiten, sollen aber täglich mindestens 1-2 Seiten auswählen. Telefonisch und per WhatsApp besprechen und sichern wir die Ergebnisse.  Im Vorfeld und auch am Montag haben wir Apps besprochen und installiert, die sie zum Üben, Lernen und auch zur Unterhaltung nutzen können. Des weiteren habe ich sie dazu angehalten Nachrichten zu schauen, Radio zu hören, Zeitungen und Bücher zu lesen und vor allem anzurufen, wenn sie Fragen haben und Hilfe brauchen.

Ein digitales Format bzw. eine Telefonkonferenz sowie einen angepassten Stundenplan haben wir im Kernteam für die erste Januar-Woche ebenfalls beschlossen. Wenn sich die Trainees bisher bei längerer Fehlzeit online zum Unterricht dazugeschaltet haben, spiegelte das Licht an White-Board und Flip-Chart so, dass die Trainees im Handy-Video nichts sehen konnten. Dann habe ich Fotos der Tafelbilder gemacht und sie ihnen per WhatsApp geschickt. Und mehr telefoniert als wirklich online unterrichtet. Angekommen ist trotzdem alles und was nicht ankam, wurde nachbesprochen. Ich beziehe mich an dieser Stelle auf meinen ersten >>Blog-Beitrag: Unterrichten bedeutet auch zu fühlen und zu vertrauen. Und das tun wir. Einander vertrauen. Wir werden die Trainees auch diesmal gut und sinnvoll durch diese Zeit ohne Präsenzunterricht begleiten und wir gehen locker da rein und kommen hoffentlich nicht down wieder raus! Deshalb ist wie immer der rege Austausch mit der Gruppe, das persönliche Gespräch und eine vernünftige Planung der Weg unserer Wahl.

Bildbeitrag von Nataschas Sohn Nuka

Beitrag von >>Natascha Bogic

Zusammen machen

Wir haben ein eigenes Curriculum entwickelt, das die individuellen Fähigkeiten unserer Trainees berücksichtigt und unseren ganzheitlichen Lernansatz wiederspiegelt. Wie wir Zusammenlernen und -arbeiten

>>beschreiben wir hier!

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