Brieffreundschaft

Brieffreundschaft

Leider können wir als Team in Zeiten von Corona nicht immer so zusammenkommen, wie wir es gern möchten. Home Office und Wechselunterricht stellen bisweilen eine Herausforderung für eine flüssige Kommunikation dar. Digitale Meetings machen die Stimmen vom Nachfragen und laut und deutlich Sprechen heiser und die Augen vom Entziffern der geteilten Bildschirme schmaler. Jenseits der Videotelefonie und digitalem Schriftverkehr ist es eine Wohltat, auch mal auf ein konventionelles Medium zurückzugreifen: dem altgedienten, oft verkannten und doch immer gern gesehenen Brief.

Liebes Team weserholz,
ich bin schon seit vier Jahren in Deutschland. 2017 bin ich nach Deutschland gekommen. Ich kann vier Sprachen sprechen. Meine Muttersprache ist Wolof. Das spricht man im Senegal und in Gambia. Ich spreche auch italienisch, das habe ich in Italien gelernt und im Moment lerne ich auch Deutsch. Außerdem spreche ich sehr gut Englisch. In einer Situation, wenn ich mich mit meinen Nachbarn unterhalten möchte, rede ich Deutsch. Ich finde es gut, wenn man zuhause mehr sprechen kann, weil man weiß nicht, was die Zukunft bringt. Ich möchte ein Sportfachmann werden – Fitness- und Gesundheitstrainer, um mich um Leute zu kümmern für die Gesundheit und um fit zu bleiben.
Liebe Grüße
Bakary

Lieber Bakary,
danke für Deinen Brief an das Team weserholz. Ich war nicht in Deutschland, als Du gekommen bist. 2017 bin ich für zwei Jahre nach China gegangen und habe dort an einer Universität deutsche Kultur und Geschichte unterrichtet. Ich habe auch Projekte mit chinesischen Künstlern gemacht. Das war richtig toll. In meiner Freizait habe ich Rugby gespielt. Dabei kann man sich ganz schön verletzen und ich hatte mal eine Gehirnerschütterung.
Ich spreche ein bisschen Chinesisch, ein bisschen Spanisch, sehr gut Englisch und supergut Deutsch. Meine erste Sprache war Indonesisch. Ich bin in Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens, geboren. Leider habe ich die Sprache im Kindergarten verlernt. Ich hatte keine Freunde, weil ich nicht gut Deutsch sprechen konnte und deshalb wollte ich nicht mehr Indonesisch sprechen. Das finde ich heute traurig. Menschen sind manchmal komisch, wenn sie einen nicht verstehen.
Ich möchte gerne wieder im Ausland arbeiten und dort Brücken nach Deutschland bauen. Das ist eine Metapher und du kannst >>Natascha [Deutsch-Trainerin] fragen, was eine Metapher ist…
Viele Grüße aus dem Büro
Karin

Ein Beitrag von >>Trainee Bakary und Karin

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